Der Hass auf alles Islamische wird in diesen Tagen des Terrors und der Flüchtlingskrise immer salonfähiger und kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Seit Jahren untersucht Farid Hafez, Politologe an der Uni Salzburg, das Phänomen Islamophobie.

Seit vielen Jahren ist die Islamophobie keine Randerscheinung mehr, sondern hat vielmehr Eingang in etablierte Institutionen wie Medien und Politik gefunden. Farid Hafez untersucht dieses Phänomen wissenschaftlich in 25 europäischen Ländern und veröffentlicht die Ergebnisse im Jahrbuch für Islamophobieforschung. “Islamophobie, Islamfeindlichkeit oder antimuslimischer Rassismus bezeichnen im Wesentlichen ein rassistisches Verhältnis, ein Herrschaftsverhältnis, wo es darum geht, dass Minderheiten, die mit weniger Machtressourcen ausgestattet sind, zu den Sündenböcken in einer Gesellschaft gemacht werden, auf die die Probleme der Gesamtgesellschaft projiziert werden”, so Hafez.

http://www1.wdr.de/radio/funkhauseuropa/magazin/farid-hafez-100.html